06.10.2022 13:48

Chronische Wunden fordern Experten heraus

Wundforum setzt sich mit Diagnostik und Therapie auseinander


Die Referentinnen und Refrenten des Wundforums

Beim Wundforum 2022 im Evangelischen Krankenhaus Herne trafen sich Mediziner*innen aus dem klinischen und ambulanten Bereich, um sich schwerpunktmäßig mit der Diagnostik und Therapie chronischer Wunden der Füße auseinanderzusetzen. Dazu eingeladen hatte die Wundkommission des EvK unter Vorsitz von Dr. Guido Rölleke, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie.

Mit der Zunahme älterer Patienten ist auch seit Jahren eine Zunahme chronischer Wunden, wie z.B. das Krankheitsbild diabetischer Fuß, zu verzeichnen. Gerade im Bereich der Füße stellt die Differentialdiagnostik und Therapie chronischer Wunden die Beteiligten immer wieder vor neue Herausforderungen. Wichtig ist sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich eine enge Kooperation der verschiedenen Fachabteilungen und Berufsgruppen. Nur so lässt sich eine korrekte Diagnose erstellen und eine hochwertige Versorgung realisieren, die für die Patienten zu einer deutlichen Verbesserung ihrer Lebensqualität führt.

Da gerade die chronische Wunde aus möglichst vielen Blickwinkeln betrachtet werden muss, stellten Expert*innen aus den Bereichen Fußchirurgie, Gefäßchirurgie, Diabetologie, Infektiologie, Dermatologie und Venerologie ihre Diagnostik- und Behandlungsansätze vor. U.a. ging es um den vielfach unterschätzten Stellenwert einer richtigen Ernährung zur Unterstützung der Wundheilung. Vor allem ältere Patient*innen sind häufig mangel- oder fehlernährt. Unter Mangelernährung versteht man auch einen Mangel an entscheidenden Ernährungsbausteinen, hier Eiweißproteine, die unerlässlich für den Heilungsprozess einer chronischen Wunde sind.

Als Referentinnen und Referenten hatte Dr. Guido Rölleke Prof. Dr. Joachim Dissemond, Dr. Norman Feldmann, Dr. Christian Giesa, Dr. Sara Götz, Michael Hagen, Daniela Reichstein, Gitta Dornieden und Ilias Srhiri eingeladen.

Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer*innen in mehreren Workshops die Chance, in praktischen Übungen einzelne Wundversorgungsformen kennenzulernen.



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