22.06.2022 08:12

Palliativversorgung der Zukunft

Herner Palliativtag am 25. Juni im Seminarzentrum


30 Jahre Palliativstation im Evangelischen Krankenhaus Herne und 25 Jahre Ambulanter Hospizdienst: Die Versorgung von Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen hat in Herne seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund führt der hochkarätig besetzte „Herner Palliativtag“ am Samstag, 25. Juni, Akteure und Akteurinnen aus Medizin, Pflege, Ehrenamt und Stadtgesellschaft zusammen. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr (Einlass: 8.30 Uhr) im Seminarzentrum des EvK, Wiescherstraße 24, in Herne. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, eine Anmeldung ist erforderlich, ebenso ein Impfnachweis und ein tagesaktueller Test.
„Herne verfügt über ein hervorragendes, lebendiges Netzwerk für eine würdevolle Begleitung von Menschen am Ende ihres Lebens“, sagt die Schmerzmedizinerin Dr. Katja Vogelsang. Die Ärztliche Leiterin des Palliativzentrums Herne am EvK, hat den „Herner Palliativtag“ im Jubiläumsjahr 2022 bewusst als offenes Forum für Kommunikation und Vernetzung organisiert. „Das Angebot an Behandlungs-, Beratungs- und Begleitungsmöglichkeiten ist nicht selbstverständlich. Darauf kann Herne wirklich stolz sein,“ so Dr. Vogelsang, die die Veranstaltung im Wechsel von Vorträgen und Podiumsdiskussion auch moderiert.
Umgang mit Todeswünschen
Für den Palliativtag konnte die Medizinerin hochkarätige Referent*innen gewinnen. Prof. Dr. Friedemann Nauck, Direktor der Klinik für Palliativmedizin der Georg-August-Universität Göttingen hält zum Thema „Quo vadis Palliativversorgung“ den Eröffnungsvortrag. Prof. Dr. Raymond Voltz, Direktor des Zentrums für Palliativmedizin der Uniklinik Köln, spricht über den „Umgang mit Todeswünschen“. „Entscheidung über Leben und Tod – Ethische Fragen am Beispiel der ärztlichen Geburtshilfe im 19. Jahrhundert“ widmet sich PD Dr. Hans-Christoph Seidel, Geschäftsführer Institut für soziale Bewegungen, Ruhruniversität Bochum.
Keine Angst ist unwichtig
Zu Worte kommen zudem verdiente Akteure und Akteurinnen der Herner Palliativversorgung. Dr. Wolf Diemer, bis 2021 Ärztlicher Leiter des Palliativzentrums am EvK Herne, beleuchtet die „Palliativumsorgung von der Findungsphase zur Professionalisierung“. „Krankheit, Sterben, Tod und Angst – keine Angst ist so unwichtig oder irrational, dass sie nicht ernstgenommen werden sollte“ hat die langjährige Koordinatorin beim Ambulanten Hospizdienst Annegret Müller, heute 1. Vorsitzende der APPH Ruhrgebiet, ihren Vortrag überschrieben.


WICHTIGE INFORMATION
Der „Herner Palliativtag“ findet am Samstag, 25. Juni 2022, im Seminarzentrum am EvK Herne, Wiescherstraße 24, 44623 Herne statt. Einlass ist ab 8.30 Uhr, die Vorträge beginnen um 9 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt. Eine Anmeldung bis zum 24. Juni 2022 ist erforderlich unter Telefon 02323.4989-2201 oder per E-Mail an e.dross@evk-herne.de (Elke Droß). Am Tag der Veranstaltung gilt die 2Gplus-Regelung (gültiger Impfnachweis plus Test).


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