04.03.2022 08:58

Stroke Unit erhält höchste Auszeichnung

Zertifikat der Europäischen Schlaganfallorganisation


Chefarzt Dr. Ralf Kuhlmann

Seit der ersten Zertifizierung der Stroke Unit der Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel im Jahr 1996 ist die Spezialbehandlungseinheit für akut Schlaganfallbetroffene auf Erfolgskurs. Alle nachfolgenden Qualitätsüberprüfungen durch die Deutsche Schlaganfallgesellschaft wurden stets mit Erfolg bestanden – insgesamt 11 an der Zahl. Gekrönt wird diese Leistung nun durch das höchste Zertifikat, das eine Stroke Unit erlangen kann: ESO Stroke Unit, das Qualitätssiegel der Europäischen Schlaganfallorganisation (European Stroke Organisation).

„Für uns als Team ist das eine großartige Bestätigung unserer täglichen Arbeit“, freut sich Dr. Ralf Kuhlmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am EvK, über die Auszeichnung auf europäischer Ebene. Die Stroke Unit der Klinik für Neurologie am EvK Castrop-Rauxel wurde 1995 mit 4 Betten gegründet und kontinuierlich erweitert. Sie ist die einzige Spezialbehandlungseinheit auf dem Stadtgebiet für Patient*innen mit Verdacht auf einen akuten Schlaganfall.

Binnen kürzester Zeit finden hier eine präzise Diagnostik und Versorgung statt. Dank spezieller Therapien, wie z.B. Lyse, können spätere Folgen verhindert oder gemildert werden. Die Therapie läuft in enger Kooperation mit anderen Berufsgruppen, wie z.B. Physio-, Ergo- oder Sprachtherapie. Wichtig ist die Versorgung eines akuten Schlaganfalls in einer Spezialeinheit wie der Stroke Unit auch vor dem Hintergrund, dass das Risiko für einen weiteren Schlaganfall in den ersten Wochen danach sehr hoch und damit die richtige Therapie besonders bedeutsam ist.

Die Corona-Pandemie hatte auf die Behandlungszahlen der Stroke Unit am EvK keine negativen Auswirkungen. „Ganz im Gegenteil, allein 2021 haben wir 700 Patientinnen und Patienten versorgt“, stellt Dr. Ralf Kuhlmann fest. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung plant das EvK eine neuerliche Erweiterung der Stroke Unit. Dadurch wird sich die Anzahl der Betten von 6 auf 10 erhöhen.

Weltweit ist ein Anstieg der Schlaganfallbetroffenen zu verzeichnen. Allein in Deutschland beläuft sich die Zahl momentan auf 270.000 im Jahr. Der Schlaganfall steht an zweiter Stelle der Todesursachen und gilt als Hauptursache für dauerhafte Behinderungen im Erwachsenenalter. Die häufigsten Risikofaktoren, einen Schlaganfall zu erleiden, sind Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Diabetes und Herzvorhofflimmern.







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