11.06.2021 11:46

Zentrales Bettenmanagement schafft Übersicht

Jasmina Narin hat den Überblick über die 388 Betten des EvK


Bettenmanagerin Jasmina Narin

Als sie die Stelle der Bettenmanagerin im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel antrat, war es für die Gesundheits- und Krankenpflegerin Jasmina Narin ein Sprung ins kalte Wasser. Denn die Stelle war komplett neu eingerichtet und musste erst einmal mit Leben gefüllt und konzeptionell gestaltet werden. Klar war zunächst nur eines: Stationären Patient*innen soll von einer zentralen Stelle aus die Betten so zugeteilt werden, dass eine optimale Versorgung stattfinden kann. Inzwischen ist es ein Jahr her, dass Jasmina Narin ihr Büro in der Zentralen Notaufnahme bezogen hat und niemand möchte mehr die Koordinatorin missen, die souverän die komplizierte Organisationsaufgabe bewältigt.

Kompliziert ist die Tätigkeit der Bettenmanagerin deshalb, weil sie die zentrale Schnittstelle für insgesamt fünf Bereiche ist: Zentrale Notaufnahme, Operations-Bereich, Patientenaufnahme sowie für alle Ambulanzen und Stationen. Sämtliche Patient*innen, die im EvK Castrop-Rauxel stationär versorgt werden, tauchen in Jasmina Narins Listen auf, werden von ihr digital begleitet. Und das waren 2020 immerhin 10.963.

Dank ihres Bettendispositionsprogramms weiß die Bettenmanagerin, wann elektiv geplante Patient*innen z.B. für einen chirurgischen Eingriff zu erwarten sind. Für diese Personen wird ein Bett genauso reserviert wie in einem Hotelbetrieb. Jasmina Narin hat aber auch den Überblick über den Behandlungsprozess eines Patienten und kann deshalb sagen, welcher Intensivpatient zu welchem Zeitpunkt auf die Normalstation verlegt wird. Dazu kann sie präzise Auskunft geben, welche Notfallpatienten stationär aufgenommen werden können und welche möglicherweise in eine andere Klinik verlegt werden müssen, weil es keine freien Kapazitäten mehr gibt.

Neben der Belegungsübersicht verfügt die Bettenmanagerin über ein Hygiene-Infektions-Überwachungs-Programm, wie es die Hygieneabteilung des EvK nutzt. Dies zeigt an, welche*r Patient*in wie lange mit welchen Patient*innen zusammen in einem Zimmer gelegen hat. „Das hat sich während der Pandemie schon sehr bewährt“, sagt Jasmina Narin. Denn dank dieser Angaben sind die einzelnen Stationen in der Lage, im Falle eines Corona-Ausbruchs binnen kürzester Zeit, betroffene Patient*innen im Haus so zu verlegen, dass eine fachgerechte Versorgung unter bestmöglichen Sicherheitsbedingungen erfolgen kann.



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