06.04.2021 14:49

Körperliche Veränderungen ernst nehmen

EvK Herne: Parkinson-Telefonsprechstunde am 8. April


Die gute Nachricht: Je früher eine Parkinson-Erkrankung diagnostiziert wird, desto größer ist die Chance, durch eine individuelle Therapie ein Höchstmaß an Lebensqualität zu bewahren. Die schlechte Nachricht: Parkinson ist nicht heilbar. Doch der Welt-Parkinson-Tag möchte den Blick auf das Positive richten und das sind die Behandlungsmöglichkeiten, die den Betroffenen zur Verfügung stehen. Dr. Sylke Düllberg-Boden, Chefärztin der Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus Herne, nimmt den Welt-Tag zum Anlass, um am 8. April von 13.30 bis 15.00 Uhr Betroffene und Interessierte zu einer offenen Telefonsprechstunde einzuladen.

Klassische Symptome für Morbus Parkinson sind Zittern, Bewegungsverarmung – das sogenannte „Festfrieren“ von Bewegung – aber auch Schluck- und Gedächtnisstörungen, Verdauungs- und Schlafstörungen oder eine deutliche Beeinträchtigung des Geruchssinns. „Problematisch ist, dass viele Menschen diese Symptome nicht mit einer Parkinson-Erkrankung in Verbindung bringen und erst dann zu uns kommen, wenn sie bereits stark gehandicapt sind“, stellt die Chefärztin fest.

Über eine umfassende Diagnostik kann die Erkrankung präzise erfasst werden. Dazu gehören eine Gang- und Tremoranalyse oder radiologische Verfahren, wie z.B. eine Magnetresonanztomografie (MRT). Untersuchungen des Nervenwassers mit der Bestimmung von spezifischen Eiweißstoffen helfen, eine begleitende Demenzerkrankung auszumachen. Eine neuropsychologische Testung ist wichtig, um eine mögliche Depression oder aber auch eine begleitende Gedächtnisstörung festzustellen. Im Rahmen einer autonomen Funktionsdiagnostik wird untersucht, ob auch das vegetative Nervensystem betroffen ist.

Das Krankheitsbild Morbus Parkinson wurde vor über 200 Jahren erstmals klassifiziert. Seitdem hat die Wissenschaft viele neue Erkenntnisse gewonnen. So weiß man inzwischen, dass Umweltfaktoren einen Einfluss auf die Krankheit haben. Besonders der Darm ist seit einigen Jahren in den Blickpunkt gerückt. Man vermutet, dass die Eiweiße, die im Gehirn Auslöser für die Krankheit sind, ihren Weg über den Darm nehmen. „Doch noch hat die Forschung keine Lösung gefunden, wie man diesen schädlichen Mechanismus so früh wie möglich aufhalten kann“, bedauert die Neurologin.

Welche Behandlungsmöglichkeiten es momentan gibt, welche Erleichterungen für Erkrankte, aber auch, wie man eine Parkinson-Erkrankung erkennen kann, diese und auch andere Fragen beantwortet EvK-Chefärztin Dr. Sylke Düllberg-Boden am 8. April von 13.30 bis 15.00 Uhr unter der Rufnummer 02323.498-1075.





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