25.10.2019 13:10

Segen und Fluch der sozialen Netzwerke

EvK lädt am 8. November zur Fachtagung Psychotherapie ein


Eine Online-Welt, die immer verfügbar ist, eine virtuelle Scheinwelt, die menschliche Schwächen und Fehler verbirgt, übt auf viele Menschen eine starke Sogwirkung aus. Problematisch wird es, wenn Idealwelt und Realität miteinander stark kollidieren, Kommunikation nicht mehr im persönlichen Austausch stattfindet. Die Folge: Soziale Isolation. „Beziehungserwartungen im 21. Jahrhundert“ lautet der Titel des 18. Castrop-Rauxeler Gesprächspsychotherapiesymposiums, das am 08. November von 9.00 bis 16.00 Uhr im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel stattfindet.

„Verirrt im second life – PC User und ihre Beziehungserwartungen“ lautet der Vortragstitel von Frank Gauls, Ambulante Suchthilfe Bethel. Er stellt Fälle aus der Praxis vor und beschreibt den Lebensalltag Betroffener, die den Anschluss an die reale Welt verloren haben.

Doch die sozialen Netzwerke und die Online-Welt sind nicht nur negativ zu bewerten und als Verursacher psychischer Erkrankungen zu betrachten. Der digitale Bereich hjat in der Psychotherapie auch neue Möglichkeiten der Behandlung eröffnet in Form von online- oder PC-gestützten Therapien.

Hier möchten die Organisatoren des Symposiums ansetzen und zur Diskussion stellen, ob eine erfolgreiche Psychotherapie ohne die reale zwischenmenschliche Beziehung überhaupt funktioniert. Wie kann eine therapeutische Beziehung im digitalen Zeitalter aussehen?

Das 18. Castrop-Rauxeler Gesprächspsychotherapiesymposium wird organisiert von Chefarzt Prof. Dr. Udo Bonnet und Oberärztin Dr. Annette Jessinghaus, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, EvK Castrop-Rauxel.

Kontakt:

EvK Castrop-Rauxel
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
02305.102-2858


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