02.05.2018 11:40

Neurologen erstellen Risiko-Profil

Castrop-Rauxel: Aktionstag Schlaganfall am 09. Mai


Gemeinsam mit seinem Team nimmt Dr. Ralf Kuhlmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Evangelischen Krankenhaus den bundesweiten Tag des Schlaganfalls auch in diesem Jahr zum Anlass, um über Symptome, Risiken und die Behandlung des akuten Schlaganfalls aufzuklären. Am 09. Mai sind alle Interessierten von 13.30 bis 16.00 Uhr eingeladen, sich im EvK über persönliche Risikofaktoren aufklären zu lassen, Informationen durch die Sozialberatung zu erhalten und einen Einblick in die Behandlungsmöglichkeiten der Therapeuten zu bekommen. Der Aktionstag unter dem Motto „Jeder Schlaganfall ist ein Notfall“ findet statt in Zusammenarbeit mit der Deutschen Schlaganfallhilfe.

Zur Erstellung des Risikofaktoren-Profils werden Durchblutungsmessungen, Blutzucker- und Blutdruckmessungen durchgeführt sowie ein Fragebogen ausgefüllt. Für dieses Angebot der Klinik für Neurologie ist es erforderlich, sich im Vorfeld unter Tel. 02305.102-2240 anzumelden. Es können ca. 200 Termine vergeben werden. Parallel dazu laden die Therapeuten des EvK aus Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie dazu ein, auf der Station 16 an Gleichgewichtsübungen oder an Übungsbehandlungen nach erlittenem Schlaganfall teilzunehmen. Abgerundet wird das Aktionsprogramm durch das Beratungsangebot von Sozialarbeiterin Karin Fromm. Sie gibt Auskunft zu Themenbereichen, wie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sowie zu weiteren Fragen bei sozialen Angelegenheiten im Zusammenhang mit einer Schlaganfallerkrankung. Alle Angebote des Aktionstages finden in der 2. Etage des Geriatriegebäudes am EvK statt.

Jährlich erleiden rund 270.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. Nehmen sie ihre Symptome Ernst und lassen sich so rasch wie möglich in einem Krankenhaus behandeln, haben sie gute Chancen, mit geringen Folgeschäden zu überleben. „Wichtig ist jedoch, so schnell wie möglich nach den ersten Symptomen ein Krankenhaus aufzusuchen“, betont Dr. Ralf Kuhlmann, Regionalbeauftragter der Deutschen Schlaganfallhilfe. Innerhalb eines Zeitfensters von 4,5 Stunden nach Eintreten des Schlaganfalls ist es möglich, Thrombosen im Gehirn aufzulösen und die Gehirnfunktion wiederherzustellen. Das gilt vor allem bei einer Akutversorgung in einer Stroke Unit, einer Spezialbehandlungseinheit für Schlaganfallbetroffene wie es sie seit 1996 am EvK Castrop-Rauxel gibt. Die mehrfach zertifizierte Stroke Unit in der Klinik für Neurologie war die erste dieser Art in der Region. Jährlich werden dort über 600 Schlaganfallpatienten behandelt.








www.evkhg-herne.de verwendet Cookies. Weitere Informationen Schliessen