Schlaflabor
in der Klinik für Pneumologie und Infektiologie Herne | Bochum
Individuelle Betreuung
Die Abteilung für Pneumologie behandelt in ihrem akkreditierten Schlaflabor in Herne-Eickel und Bochum-Mitte seit Jahren erfolgreich Patienten mit Schlafstörungen. Ein freundliches Team bietet eine umfassende Diagnostik und individuelle Betreuung. Modernste Messgeräte zeichnen die Hirnströme des Patienten während des Schlafes auf, um festzustellen, ob organische Ursachen vorliegen. Neben Schlafmedizinern sind auch Lungenspezialisten, Endokrinologen und Neurologen an der Diagnose beteiligt, wenn es das Krankheitsbild erfordert. Liegt keine organische Ursache für die Störung vor, hilft die angeschlossene Schlafschule mit speziellen Therapieangeboten weiter, um das Problem zu bewältigen.


Schlafbezogene Atmungsstörungen
Der Schwerpunkt unserer Schlaflabore liegt bei der Behandlung von schlafbezogenen Atmungsstörungen, die vom obstruktiven SchlafapnoeSyndrom bis zur Erschöpfung der Atempumpe mit Notwendigkeit einer Heimbeatmung reichen. Man spricht von einem Schlafapnoe-Syndrom, wenn der Patient unter häufigen Atemstillständen während des Schlafes leidet, oft verbunden mit lauten Schnarchgeräuschen.
Wird eine Schlafapnoe nicht behandelt, kann sie zu Bluthochdruck, zur Rechtsherzbelastung mit nachfolgenden Herzrhythmusstörungen sowie zur Druckerhöhung in der Lungenstrombahn führen. Das Risiko, einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erleiden, nimmt deutlich zu.

Für die Diagnostik der Schlafapnoe werden Messungen des Schlaf-EEGs, der Muskelaktivität, der arteriellen Sauerstoffsättigung im Blut, des Atemstromes und der Atmungsbewegungen von Brustkorb und Bauchraum während des Nachtschlafes durchgeführt. Nach Abschluss der Diagnose erhält jeder Patient eine ausführliche Beratung über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.


CPAP-Therapie
Bei einer Schlaf-Apnoe wird am häufigsten die CPAP-Therapie eingesetzt. Dies ist eine Druckunterstützung der Atmung, um die Atemwege geöffnet zu halten. Wichtigstes Hilfsmittel ist eine Maske. Diese wird noch während des Klinikaufenthaltes angepasst. Eine Gewöhnungsübung tagsüber gibt dem Patienten die nötige Sicherheit im Umgang mit der Maske. In der ersten Zeit kann der Patient das CPAP-Gerät leihweise mit nach Hause nehmen. Sind alle eventuell auftretenden Probleme mit Maske, Nase oder Gerät behoben, erfolgt eine Verordnung. Neben der CPAP-Therapie gibt es auch Alternativen. Diese werden in jedem Einzelfall geprüft.
Cheyne-Stokes-Atmung
Bei der Cheyne-Stokes-Atmung kommen die Atemaussetzer nicht durch die blockierten oberen Atemwege zustande, sondern durch eine Fehlsteuerung des Atemzentrums im Gehirn. Eine Cheyne-Stokes-Atmung trifft vornehmlich bei Patienten mit fortgeschrittener Herzinsuffizienz auf. In Kooperation mit den kardiologischen
Kliniken hat sich das Schlaflabor zu einem Zentrum für Cheyne-Stokes-Atmung, deren Diagnostik und Therapie entwickelt.
Schlafschule
Wer von Ein- oder Durchschlafstörungen betroffen ist, liegt oft quälend lange wach. Hier sind weniger körperliche als seelische Faktoren die Ursache. In der Interdisziplinären Schlafschule Herne, die teil der Klinik für Pneumologie und ihrer Schlaflabore ist, wird eine individuelle Therapie entwickelt, die zu einem gesunden Schlafverhalten zurückführt.
Beatmungsmedizin
Bei der nicht-invasiven Beatmungsmedizin geht es um eine dauerhafte Atemhilfe. Diese steht im Gegensatz zur Notfallmedizin auf der Intensivstation, wo Patienten invasiv beatmet werden. Eine dauerhafte Atemhilfe wird von Menschen benötigt, deren Atemmuskulatur erschöpft ist. Das Spezialisten-Team des Schlaflabors ermittelt durch eine differenzierte Diagnostik die optimalen Behandlungsmöglichkeiten.
Symptome einer Schlafstörung

Auswirkungen

  • lautes, unregelmäßiges Schnarchen
  • ständige Müdigkeit, Einschlafzwang am Tag
  • verminderte geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Gereiztheit, Nervosität
  • Kopfschmerzen
  • Alpträume
  • Depressionen
  • Impotenz, sexuelle Störungen
  • Schwindelanfälle
  • Nächtliche Schweißausbrüche
  • Persönlichkeitsveränderungen
  • Bluthochdruckerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzinfarkt
  • Herzinsuffizienz
  • Koronare Herzkrankheit
  • Plötzlicher Herztod
  • Schlaganfall
  • Erhöhung der Unfallgefahr
  • Krankhafte Vermehrung roter Blutkörperchen
  • Nächtliches Nasenbluten
  • Depressionen