Hygiene

Die Sicherheit der Patienten steht im Vordergrund sämtlicher Hygienemaßnahmen, die in der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel eingesetzt werden. Seit 1989 wurde der Qualitätsbereich Hygiene kontinuierlich und systematisch ausgebaut.

Ein konsequentes Hygienemanagement, das über die vom Gesetzgeber geforderten Maßnahmen hinausgeht, schafft strikte Regeln in den Kliniken und auf den Stationen. So soll bereits im Vorfeld alles verhindert werden, um Ausbrüche mit unterschiedlich resistenten Erregern zum Schutz der Patienten zu vermeiden. Dabei legen wir viel Wert auf Transparenz und eine intensive Informationspolitik, denn wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir für die Menschen in unseren Krankenhäusern tragen.

Einen Einblick in unseren umfangreichen Hygienemaßnahmen bietet unser Patientensicherheitsfilm.

Management

Das Hygienemanagement der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel ist entsprechend der Empfehlung der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention „Personelle und organisatorische Voraussetzungen zur Prävention nosokomialer Infektion“ aufgebaut.

Folgende Personen sind für Hygienefragen verantwortlich:

  • Hygieneverantwortlicher Ärztlicher Direktor
  • Vorsitzender der Hygienekommission
  • 3 Hygienefachkräfte
  • 20 hygienebeauftragte Ärzte (pro Klinik ein Arzt)
  • 11 hygienebeauftragte Pflegekräfte für das EvK Castrop-Rauxel
  • 17 hygienebeauftragte Pflegekräfte für das EvK Herne
  • 17 Hygienebeauftragte für Funktionsbereiche/Tochtergesellschaften
  • Externer beratender Krankenhaushygieniker
  • Externes Beratungsunternehmen für Krankenhaushygiene (bei Bedarf)

Hinzukommen folgende Gremien:

Hygienekommission

Die Kommission ist standortübergreifend tätig. Sie legt die Konzepte für die in sämtlichen Kliniken der Ev. Krankenhausgemeinschaft durchzuführenden Hygienemaßnahmen fest. Die Kommisson tagt zweimal jährlich, bei Bedarf auch öfter.

Hygieneausschüsse

Die Hygieneausschüsse befassen sich mit den individuellen Anforderungen der einzelnen Standorte. Für das EvK Herne und das EvK Castrop-Rauxel gibt es jeweils einen Hygieneausschuss, dessen Mitglieder zwei- bis dreimal im Jahr zusammenkommen - wenn es die aktuelle Situation erfordert, auch häufiger.

Maßnahmen

Das Hygienemanagement hat einen umfassenden Katalog von Maßnahmen erstellt, um ihre Patienten vor MRSA/MRE zu schützen.

  • Um zu verhindern, dass die problematischen MRSA-Erreger in die Patientenzimmer gelangen,  hat die Ev. Krankenhausgemeinschaft ein flächendeckendes MRSA-Screening eingeführt. Das bedeutet, dass bei sämtlichen Patienten vor einer stationären Aufnahme per Wattestäbchen ein Abstrich der Nasenschleimhaut entnommen wird. Ist der Befund positiv, so wird der Betreffende vorsichtshalber isoliert bis klar ist, wie stark der Befall ist und welche weiteren Maßnahmen notwendig sind.
  • Präoperative Waschung vor elektiven Eingriffen (Implantation von Hüft-, Knie- und Gefäßprothesen, thoraxchirurgische Eingriffe) sowie bei MRSA Patienten
  • Erwerb des MRSA Qualitätssiegels im Rahmen der Teilnahme am MRSA Netzwerk im Kreis Recklinghausen (Standort Castrop-Rauxel)

Regelmäßige Kontrollen

Folgende Überprüfungen der Einhaltung der Hygieneverordnung der Länder sowie der Richtlinien des RKI wurden inklusive Umgebungsuntersuchungen durchgeführt:

  • Intensivstation
  • OP / Anästhesie
  • Interner Funktionsdienst (Endoskopie)
  • Zentrale Notaufnahme
  • Kreißsaal, Neugeborenenzimmer
  • Zentralküche
  • Zentralsterilgutversorgungsabteilung

Weitere regelmäßige Überprüfungen finden darüber hinaus in folgenden Bereichen statt:

  • Untersuchung von Lebensmitteln (als Rohware und Fertigprodukte)
  • Trinkwasseruntersuchungen
  • Legionellen im Warnwasser
  • Badebeckenwasser
  • Flexibler Endoskope
  • Desinfektionsdosierautomaten
  • RDG (Reinigungs- und Desinfektionsgeräte)
  • RLT Anlagen (Raumluft-Technischen-Anlagen) im OP
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Händedesinfektion werden durch Umgehungsuntersuchung Handfläche der Mitarbeiter jährlich 20 Abklatsche pro Standort überprüft

Erfassung hygienerelevanter Daten

Das Ziel bei der Erfassung hygienerelevanter Daten ist es, Auffälligkeiten zeitnah zu identifizieren und zu reagieren, um ggf. schnell Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. Darüber hinaus sollen diese Daten den betroffenen Bereichen zur Verfügung gestellt werden.

  • Erfassung aller nosokomialen Infektionen in Orbis durch ärztliche Mitarbeiter.
  • Erfassung  der MRE- Infektionen (nach §23 IfSG) durch die Hygienefachkräfte

Fortbildungen

Die Vermittlung der Hygienevorschriften sowie die kontinuierliche Information über neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Hygienemedizin spielen eine zentrale Rolle in der Ev. Krankenhausgemeinschaft.

  • Einweisung neuer Mitarbeiter (Einarbeitung)
  • Einweisung von FSJ‘lern, Bundesfreiwilligen Dienst, Praktikanten
  • Einweisung von Studenten durch die hygienebeauftragten Ärzte der einzelnen Fachabteilungen bei Arbeitsaufnahme
  • Unterricht des Fachs Hygiene an der Krankenpflegeschule durch Hygienefachkraft
  • jährlich verpflichtende Schulung zur Standardhygiene (etwa 10 Termine im Jahr)
  • jährlich verpflichtende Schulung nach IfSG für Mitarbeiter, die Lebensmittel zubereiten etc.
  • jährliche Unterweisung DLG
  • jährlich verpflichtende Schulungen in der ZSVA
  • regelmäßige Fortbildungen für Hygienefachkräfte und hygienebeauftragte Ärzte, hygienebeauftragte Pflegekräfte, auch durch Besuch externer Fortbildungsveranstaltungen.
  • 3 Händeaktionstage (je einer pro Standort)
  • Mitarbeiterschulungen (Zielgruppe: ärztliche und pflegerische Mitarbeitende der Intensivstation, IMC, CPU, RCU)
  • Prävention nosokomiale Infektionen, Schwerpunkt: Device-assoziierte Infektionen
  • Prävention gefäßkatheter-assoziierter Infektionen
  • Prävention beatmungs-assoziierte Infektionen
  • Prävention katheter-assoziierter Harnwegsinfektionen
  • Hygienetag

Informationsbroschüren

Um unsere Patienten umfassend über unser Hygienemanagement zu informieren, finden Sie nicht nur einen Patientensicherheitsfilm auf unserer Homepage, sondern auch eine Reihe von Broschüren zu relevanten Einzelthemen, wie z.B. den Umfang mit MRSA.

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