22.02.2016 13:10

Mit Optimismus ins Jahr 2016

Geschäftsführung zieht Bilanz für 2015


Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter

„Auch wenn die Schere zwischen Kosten und Erlösen jedes Jahr weiter auseinanderklafft, ist es uns wieder gelungen, 2015 schwarze Zahlen zu schreiben“, erklärte Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter vor der Mitarbeiterversammlung der Ev. Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel.  Dass dies erreicht werden konnte, sei allein der Leistungssteigerung zu verdanken, die auf das große Engagement der Mitarbeitenden an allen drei Standorten zurückzuführen ist, betonte Bitter. Gleichzeitig versicherte er, dass auch 2016 die Arbeitsplätze sicher seien.

Der Geschäftsführer kritisierte, dass die Reform des Krankenhausstrukturgesetzes nicht zu der erhofften finanziellen Entlastung geführt hat. So bleibt die Bereitstellung von Investitionsmitteln durch das Land NRW nach wie vor ein Problem. Auch das Pflegeförderprogramm finanziert lediglich 2,5 Pflegestellen und stellt damit für das Unternehmen keine echte Verbesserung der finanziellen Situation dar. Das Gleiche gilt für die ambulante Notfallbehandlung, bei der es pro Patient nur einen Erlös von 32 Euro gibt, sich die die entstehenden Kosten aber auf 102 Euro belaufen.

Nichtdestotrotz habe man auch 2015 alles getan, um eine optimale Versorgung zu bieten, so Bitter. Dies spiegele sich auch in der Patientenzufriedenheit wider. Eine Befragung der Patienten hatte 2015 ergeben, dass 90 Prozent das EvK weiter empfehlen würden. Neben der Qualität der medizinischen Versorgung war die persönliche Atmosphäre, die die Teams auf den Stationen vermittelten, als besonders positiv beurteilt worden.

Dr. Harald Rau, Leiter des Qualitätsmanagements der Ev. Krankenhausgemeinschaft, bestätigte dieses Stimmungsbild in seiner Bilanz des Meinungs- und Beschwerdemanagements. „Seit Jahren überwiegt bei uns das Lob“, sagte er vor den Mitarbeitenden. Doch das bedeute nicht, dass es nicht noch Verbesserungspotenzial gebe. Für 2016 kündigte er weitere Projekte zur Steigerung der Versorgungsqualität an, 2017 steht die erneute Überprüfung des Gesamtunternehmens nach DIN ISO bevor.