25.01.2016 09:42

Der Gefäßpatient als Risikopatient

Mediziner treffen sich zum 10. Angiologie-Symposium


Dr. Magnus Prull, Dr. Shoaeddin Damirchi, Dr. Jürgen Jahn und Dr. Manfred Fromme (v.l.).

In der Hälfte aller Fälle leiden Patienten mit Durchblutungsstörungen in den Beinen gleichzeitig auch unter einer Erkrankung der Herzkranzgefäße. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass Patienten mit diesen Durchblutungsstörungen bereits in jungen Jahren Begleiterkrankungen aufweisen, wie sie sonst nur bei älteren Menschen festzustellen sind. Deshalb stand beim 10. Angiologischen Symposium im Evangelischen Krankenhaus Castrop-Rauxel das Thema „Der Gefäßpatient als Risikopatient“ im Mittelpunkt.

Dieses Risiko spielt vor allem bei Operationen eine Rolle, wie sie häufiger bei Gefäßpatienten notwendig sind, um die Durchblutung verstopfter Gefäße wiederherzustellen. Die Tagung, die sich an Mediziner richtete, bot deshalb Hilfestellung für die Praxis und stellte vor, auf welche Aspekte bei solchen Eingriffen zu achten ist.

Es ging um spezielle Anforderungen, die vor, während und nach der Operation seitens der Anästhesiologie und Intensivmedizin zu beachten sind. Die präzise Risikoeinschätzung bei einem solchen Patienten vor einem Eingriff zielt hier vor allem auf die Bereiche Lunge und Herz, da das Risikoprofil eines Gefäßpatienten vor allem durch Erkrankungen dieser beiden Organe bestimmt wird.

Veranstaltet wurde das Symposium von den beiden Leitern des Gefäßzentrums Herne | Castrop-Rauxel, Dr. Jürgen Jahn, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin II am EvK Castrop-Rauxel, und Dr. Shoaeddin Damirchi, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie am EvK Herne.